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Fokus

Transferangebote der Meeresforschung

Wissens- und Technologietransfer sorgen dafür, dass Ergebnisse aus der Meeresforschung gesellschaftlich genutzt werden können. Das vielfältige Transferangebot der Forschungseinrichtungen ist anwendungsorientiert auf Bedarfe von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zugeschnitten.

1. Was ist Transfer?

Ergebnisse aus der Wissenschaft werden gesellschaftlich wirksam, wenn sie zu Innovationen, Entwicklungen, Entscheidungsfindungen oder Wissenszuwachs außerhalb der Forschung führen. Die Grundlage dafür ist der Transfer von Forschungsergebnissen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Prozess ist keine Einbahnstraße, vielmehr geht es um den Austausch von Wissen, um gemeinsam praxisorientierte Lösungen und Handlungsoptionen zu entwickeln. 

Der Wissens- und Technologietransfer spielt dementsprechend eine große Rolle in der Meeresforschung. Die Forschungseinrichtungen machen ihre Erkenntnisse auf unterschiedliche Weise für nicht-wissenschaftliche Zielgruppen zugänglich und nutzbar – je nachdem welche Ziele im Vordergrund stehen. MeereOnline hat die Transferangebote der Meeresforschungseinrichtungen zusammengestellt, um eine Übersicht zu bieten und die Suche zu erleichtern.

Transferangebote der Deutschen Allianz Meeresforschung

Die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) bündelt die Expertise der Meeresforschung und ergänzt das Transferangebot mit übergreifenden Formaten. Dazu gehört auch MeereOnline als Informationsportal der Meeresforschung; außerdem Dialogveranstaltungen und Beratung für Politik und Gesellschaft sowie Bildungsformate wie der Interaktive Weltozean

Zum DAM-Transferangebot 

2. Transfer von Universitäten und Forschungsinstituten

Der Wissens- und Technologietransfer von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hat unterschiedliche Schwerpunkte. Universitäten verfolgen traditionell einen breiten Auftrag aus Forschung und Lehre. Wissenstransfer ist hier häufig eng mit Ausbildung, wissenschaftlicher Kommunikation und regionaler Vernetzung verbunden. Kooperationen mit Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen entstehen oft aus Lehrstühlen oder Projekten heraus und sind vergleichsweise dezentral organisiert. 

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wiederum haben jeweils eigene institutionelle Profile und Aufträge, die die Transferarbeit maßgeblich prägen. Die Max-Planck-Gesellschaft ist zum Beispiel auf Grundlagenforschung ausgerichtet. Transfer erfolgt hier meist über Angebote für Bildungseinrichtungen oder Ausgründungen aus exzellenter Forschung. Helmholtz-Forschungszentren fokussieren auf Transfer als Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Zukunftsfragen. Die Fraunhofer-Gesellschaft konzentriert sich auf angewandte Forschung und den direkten Technologietransfer in die Wirtschaft, während sich Leibniz-Institute einem breiten Spektrum von gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen widmen und Schwerpunkte im Wissenstransfer setzen.

Die folgende alphabetisch sortierte Übersicht zeigt die Transferangebote der Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen, die in Deutschland Meeresforschung betreiben.

AWI - Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Helmholtz-Zentren forschen im Auftrag von Staat und Gesellschaft. Entsprechend spielt der Transfer in Helmholtz-Einrichtungen eine sehr wichtige Rolle. So bietet das Alfred-Wegener-Institut eine breite Palette an Angeboten im Wissens- und Technologietransfer. Ziel ist, dass das Wissen zur Lösung von Herausforderungen wie dem Klimawandel und dem Verlust von Biodiversität genutzt werden kann, auf globaler genauso wie auf regionaler Ebene. Dadurch sollen Innovationen ermöglicht und eine fundierte Entscheidungsfindung in Politik und Wirtschaft gefördert werden. 

Das am Alfred-Wegener-Institut angesiedelte Antarktisbüro ist ein wichtiger Baustein in der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, Behörden und Öffentlichkeit, wenn es um das südliche Polargebiet sowie dessen Erforschung, Schutz und nachhaltige Nutzung geht. Unter anderem nimmt das Antarktisbüro als Mitglied der deutschen Delegation bei internationalen Treffen Teil und berät verschiedene deutsche Ministerien und Behörden.

Zum AWI-Antarktisbüro

Das Deutsche Arktisbüro am Alfred-Wegener-Institut fungiert als Informations- und Kooperationsplattform für deutsche Arktis-Akteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Durch Politikberatung, Veranstaltungsformate und Publikationen werden Positionen zu Arktisfragen wissenschaftlich begleitet und Informationen aus der Arktisforschung auf verschiedene Weisen aufbereitet.

Zum Deutschen Arktisbüro

Nirgendwo sonst auf der Erde verändert sich das Klima so schnell wie in den Polarregionen. Ziel des Klimabüros am Alfred-Wegener-Institut ist es deshalb, die Ergebnisse der Polarforschung in angemessener Form für Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Im Vordergrund stehen Formate der Co-Produktion und Partizipation in der Forschung wie Online-Portale und Workshopserien.

Zum AWI-Klimabüro

Das AWI-Nordseebüro verfügt über umfangreiches Expertenwissen zum Naturraum Nordsee, das an Akteure wie Politik, Behörden und Umweltverbände weitergegeben wird. Ob zu eingeschleppten Arten, Abfall und Mikroplastik, Management-Maßnahmen oder Monitoring – das Nordseebüro unterstützt die Akteure unter anderem durch die Dokumentation von Daten, wissenschaftliche Beratung und die Entwicklung verschiedener Tools.

Zum AWI-Nordseebüro

Der Technologietransfer umfasst alle Aktivitäten im Umfeld der Identifikation und Verwertung von Erfindungen (Inventionen) und Innovations-Ideen aus dem AWI sowie die Umsetzung von Industrieaufträgen und Wirtschaftskooperationen in Folge externer Anfragen. 

Zum AWI-Technologietransfer

Das Transferbüro für Marinen Biodiversitätswandel zielt darauf ab, eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung auf regionaler bis globaler Ebene zu fördern, indem es den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik fördert. Dafür stellt das Transferbüro Expertise zu Themen wie Umweltveränderungen und Ökosystemfunktionen im Zusammenhang mit mariner Biodiversität bereit, arbeitet an verschiedenen Transferprojekten und Publikationen und veröffentlicht Fact Sheets und Policy Briefs. Das Transferbüro für Marinen Biodiversitätswandel ist am Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB), einer Gemeinschaftseinrichtung des AWI und der Universität Oldenburg, angesiedelt.

Zum Transferbüro für Marinen Biodiversitätswandel

ESRAH - Earth and Society Research Hub, Universität Hamburg

In dem Forschungszentrum ESRAH arbeiten Erdsystem- und Sozialwissenschaften eng zusammen. Es wird erforscht, wie der Mensch das Erdsystem verändert und wie Wandel gestaltet, Resilienz gestärkt und Ressourcen nachhaltig genutzt werden können. Transfer aus der Forschung in Politik und Öffentlichkeit erfolgt durch die Kommunikationsabteilung des ESRAH sowie über die Transferagentur der Universität Hamburg. 

Das ESRAH ist in die Transferagentur der Universität Hamburg eingebunden. Das Forschungszentrum hat aber auch eine eigene Kommunikationsabteilung, die Angebote speziell aus den ESRAH betreut.

Zum Transferangebot

Die Transferagentur ist die zentrale Anlaufstelle der Universität Hamburg für Wissenstransfer. Hier wird Orientierung und Unterstützung in den Bereichen Innovation & Entrepreneuship, Career & Qualification sowie Co-Creation & Engagement geboten, um gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik und Kultur nachhaltige Zukünfte zu gestalten – etwa durch praxisnahe Beratung, Veranstaltungen und Newsletter. Insbesondere der Bereich Co-Creation & Engagement fungiert als Schnittstelle zwischen der Universität und der Gesellschaft. Das Team setzt sich dafür ein, Netzwerke zu knüpfen und vielfältige Begegnungsräume zu schaffen. 

Zur Transferagentur

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist eine der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Im Innovationsprozess spielt sie eine wichtige Rolle – mit Forschungsschwerpunkten in zukunftsrelevanten Schlüsseltechnologien und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie und Politik. Die Beratung von Akteuren in Politik und Wirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle. 

Forschung und Innovation sind zunehmend gefordert, Beiträge zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. Die Mitarbeitenden der Abteilung Politik und Gesellschaft untersuchen die Anforderungen, die sich hieraus für Forschungs- und Innovationssysteme sowie für die Ausgestaltung einer auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Wohlergehen verpflichteten Politik ergeben. Sie beraten und begleiten Auftraggeberinnen und Auftraggeber aus Politik, politiknahen Organisationen und Wissenschaft und unterstützen die Entwicklung von Strategien für Forschung, Innovation und gesellschaftlichen Wandel. Marine Fragestellungen spielen dabei immer wieder eine wichtige Rolle.

Zur Abteilung Politik und Gesellschaft

Technologische Innovationen in den Wirtschaftskreislauf und die Gesellschaft bringen: Das ist die Mission der Fraunhofer-Gesellschaft. Entscheidend ist dabei ein funktionierender Austausch von Fachleuten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft, um Forschungserkenntnisse rasch und zielführend in neue Produkte und Dienstleistungen zu transferieren. Dies kann durch direkte Forschungskooperationen geschehen, durch gezielte Aus-, Fort- und Weiterbildungen, oder durch vielversprechende Technologieausgründungen. Eine Übersicht der Angebote gibt es auf der Website.

Zum Angebot für die Wirtschaft

Die Abteilung Wissenschaftspolitik ist die zentrale politische Anlaufstelle der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie schlägt die Brücke zwischen Forschung und Politik und bringt wissenschaftsbasierte Empfehlungen in politische Entscheidungsprozesse ein. Dies geschieht unter anderem über verschiedene politische Formate im Bundestag, in Ministerien und Parteien sowie Positionspapiere der Fraunhofer-Gesellschaft. 

Zur Abteilung Wissenschaftspolitik

FZK - Forschungszentrum Küste

Als gemeinsame Einrichtung der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig erforscht das Forschungszentrum Küste (FSK) die Bereiche des Küsteningenieurwesens und der Maritimen Technologien. Im Transferbereich arbeitet das FSK mit den beiden Universitäten zusammen. Selbst organisiert das Forschungszentrum unter anderem Veranstaltungen und bietet im Verbund mit den Partnerinstituten Modelle in den Bereichen Wasserbau, Küstenschutz, Offshore-Technik, Geotechnik und Bodenmechanik an.

Das FSK veröffentlicht Neuigkeiten aus dem Forschungszentrum sowie Veranstaltungen auf der Website. 

Zu den News und Veranstaltungen

Innovationen bringen neue Ideen und Technologien in die Welt und tragen maßgeblich dazu bei, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. In der Transferstrategie der TU Braunschweig stehen Transfer-und Innovationsökosysteme im Vordergrund, um Wirkung in der Zivilgesellschaft zu erzeugen. Ziel ist, einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu leisten. Der Transferservice bietet professionelle Dienstleistungen und Services an, mit dem Ziel vielfältige Akteursgruppen in ein kooperatives Miteinander zu bringen und lebendige Ökosysteme zu fördern.

Zum Transferservice

Die Leibniz Universität Hannover bietet der Wirtschaft Unterstützung für neue Entwicklungen und die Gestaltung innovativer Prozesse an. So kann das Know-how der Hochschule von Unternehmen zur Bearbeitung ihrer Fragestellungen genutzt werden. Gleichzeitig fördert die Leibniz Universität durch diese Kooperationen und zahlreiche Serviceangebote den Kontakt von Studierenden und Wissenschaft zur Praxis. 

Zum Transfer in die Wirtschaft

An der Leibniz Universität Hannover sind Bürgerinnen und Bürger regelmäßig eingeladen, Einblicke in die Forschung zu erhalten, mitzudiskutieren und selbst mitzuforschen. Das Leibniz Science Communication LAB ist dabei eine zentrale Schnittstelle: Hier sind die Formate der Wissenschaftskommunikation gebündelt – von Workshops über Vorträge bis zu interaktiven Veranstaltungen. Auch Forschende des FZK nehmen regelmäßig daran teil.  

Zum LAB

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung

Das GEOMAR erforscht den globalen Ozean vom Meeresboden bis in die Atmosphäre, um das Ozeansystem zu verstehen und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu ermöglichen. Als Helmholtz-Zentrum forscht es im Auftrag von Staat und Gesellschaft und misst dem Transfer hohe Bedeutung zu. Dafür treten Forscher:innen des GEOMAR in den Dialog mit unterschiedlichsten Interaktionsgruppen, um Wissen für die gesellschaftliche Entwicklung und Entscheidungsfindung beizusteuern. Zu den Aktivitäten gehören wissenschaftliche Beratung von Politik und Wirtschaft, Wissenssammlungen, partizipative Forschung und Technologietransfer. 

Das GEOMAR bietet eine Vielzahl von Technologiefeldern, in denen eine Zusammenarbeit mit Unternehmen zu beiderseitigem Nutzen sein kann. Die Expertise erstreckt sich über verschiedene Bereiche der Meeresforschung und Umwelttechnologien, die für innovative Partnerschaften und Projekte geeignet sind. Zum Beispiel: 

  • Meeresrobotik und -sensorik
  • Marine Biotechnologie
  • Klimaforschung und -modellierung
  • Umweltüberwachung und -management

     

Zur Website Technologietransfer

Das GEOMAR bietet Unternehmen die Gelegenheit, um von exzellenter Forschung und innovativen Lösungen zu profitieren. Durch eine führende Position in den Bereichen Meeresforschung und Umweltschutz können maßgeschneiderte Projekte entwickelt werden, die individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Zur Website Innovationen für die Wirtschaft

Die Aktivitäten und Formate des Wissenstransfers am GEOMAR beinhalten 

  • Wissenschaftliche Beratung insbesondere für die Politik: Teilnahme an Konsultationen, Anhörungen, Verhandlungen, hochrangigen Treffen und Dialogveranstaltungen, Mitgliedschaft in Beratungsgremien
  • Wissenssammlungen: Fact Sheets, Policy Briefs, Positionspapiere sowie politikrelevante Studien und Sachstandsberichte
  • Informationsdienste: Online- und interaktive Daten- oder Wissensplattformen, Modelle und digitale Zwillinge
  • Partizipative Forschung und Ko-Kreatives Lösungsdesign
  • Citizen Science
  • Angebote für Schulen

 

Zur Website Wissenstransfer

Helmholtz-Zentrum HEREON

Am Hereon werden Wissen erzeugt und neue Technologien erforscht – zum Wohle von Klima, Küste und Mensch. Ziel ist, eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. Transfer spielt am Hereon als Helmholtz-Zentrum eine wichtige Rolle. Durch Technologietransfer und externe Kommunikation unterstützen die Mitarbeitenden Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit seiner Expertise. Außerdem bietet das Hereon Klimaberatung durch das GERICS und das Norddeutsche Küsten- und Klimabüro an.

Mit Blick auf den Klimawandel sind verschiedene Akteure mit Fragestellungen rund um Themen wie Klimaanpassung, Stadtentwicklung und Planungsprozesse konfrontiert. Als Hereon-Institut entwickelt das GERICS wissenschaftlich fundierte prototypische Klimaserviceprodukte und -dienstleistungen sowie regionale Klimamodellierungen, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt der unterstützenden Aktivitäten auf den Bereichen Wasser, Energie, Ökosysteme und Städte.

Zum Climate Service Center Germany (GERICS)

Mit seiner Expertise in der Küsten- und Klimaforschung ist das Hereon bei Themen wie Meeresspiegelanstieg, Sturmfluten und Küstenschutz eine wichtige Kontaktstelle für Entscheider:innen. Durch die Aufbereitung wissenschaftlicher Informationen in Zusammenfassungen und Vorträgen sowie individuelle Beratungen und die Bereitstellung von Monitoring-Webtools wird der Transfer von Forschung in die Praxis ermöglicht.

Zum Nordeutschen Küsten- und Klimabüro

Dem Leitsatz „Wissen Schafft Nutzen“ folgend, hat das Hereon das Ziel, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Nutzungsoptionen zu entwickeln und den Technologietransfer zu unterstützen. Die Stabsabteilung "Innovation und Transfer" unterstützt die Forscher:innen beim Schutz und bei der Validierung ihrer erforschten Ideen oder entwickelten Technologien und ist Ansprechpartner für Anfragen aus der Wirtschaft hinsichtlich Kooperationsprojekten, Auftragsforschung sowie Nutzung der patentrechtlich geschützten Technologien.

Zum Technologietransfer

HIFMB - Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg

Das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) ist eine institutionelle Kooperation zwischen dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) und der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Es erforscht die marine Biodiversität und ihre Bedeutung für die Funktion der marinen Ökosysteme. Transfer wird verstanden als dynamischer Prozess des Austauschs, der Vermittlung und der gemeinsamen Nutzung von Wissen, Erfahrungen und Ideen zwischen Wissenschaft, Politik, Naturschutzbehörden und der Gesellschaft. Ziel ist die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Entscheidungen und Handlungen, die den Schutz und die nachhaltige Nutzung der marinen Biodiversität unterstützen.

Das Helmholtz-Institut für funktionelle marine Biodiversität (HIFMB) betreibt Kunst-Wissenschaft-Kooperationen, die Forschung, kreatives Schaffen und Gesellschaft in einen Dialog bringen und neue Wege eröffnen, marine Ökosysteme und Biodiversitätsforschung zu erleben. Diese Projekte schaffen interaktive Formate und neue Perspektiven für alle Beteiligten.

Zu den Kunst-Wissenschaft-Kooperationen

Das Anfang 2023 gegründete Transferbüro für Marinen Biodiversitätswandel am Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität fungiert als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, Naturschutzmanagement und Gesellschaft. Es fördert den Dialog zu Fragen des marinen Biodiversitätswandels, unterstützt evidenzbasierte Politikberatung auf nationaler und internationaler Ebene und entwickelt Formate für den Austausch zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, um fundierte Entscheidungen und nachhaltige Lösungen für die Nutzung von Meeren und Küsten zu ermöglichen. Zudem entwickelt und begleitet es Prozesse zur Bewertung mariner Biodiversität, etwa durch die Mitwirkung an Indikatoren und Assessments. 

Zum Transferbüro für Marinen Biodiversitätswandel

ICBM - Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg

Das Institut für Chemie und Biologie des Meeres an der Universität Oldenburg ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, in dem grundlegende und angewandte Fragestellungen der Meeres- und Umweltforschung bearbeitet werden. Transfer wird an der Universität immer dort sichtbar, wo Erkenntnisse und Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit an differenzierte Zielgruppen insbesondere außerhalb der wissenschaftlichen Community vermittelt werden. Verstanden wird Transfer als sich wechselseitig bedingende und bereichernde Interaktionen mit zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Zu den zentralen Aufgaben des ICBM gehören der Austausch mit der interessierten Öffentlichkeit über aktuelle Forschungsergebnisse und gesellschaftlich relevante Themen der Meeresforschung. Hier gibt es eine Übersicht: 

Meer für alle

Die Universität Oldenburg unterstützt die Zusammenarbeit von Universität und Wirtschaft im Wissens- und Technologietransfer. Unternehmen bietet die Universität Zugang zu Forschungsergebnissen, die Vermittlung zu Instituten, Wissenschaftler:innen und deren Know-how sowie Informationen über Fördermöglichkeiten in der Zusammenarbeit. Wissenschaftler:innen werden bei der Umsetzung ihrer Ergebnisse in ein Produkt unterstützt, indem an Unternehmen vermittelt und zu Schutzrechten und Forschungs- und Förderprogrammen beraten wird.

Zum Technologietransfer

IOW - Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Das IOW ist ein außeruniversitäres Institut, an dem alle Grunddisziplinen der Meeresforschung vertreten sind. Sein Forschungsprogramm ist auf Küsten- und Randmeere mit besonderer Hinwendung zum Ökosystem Ostsee zugeschnitten. Neben seinen Forschungsaktivitäten verfolgt das IOW ein Transferkonzept. Ziel ist es, den Transfer der im IOW erarbeiteten Forschungsergebnisse in die Gesellschaft herzustellen. Die Angebote richten sich besonders an Behörden und Ämter, Schulen sowie Unternehmen aus dem Bereich mariner Forschungstechnologien.

Als das wesentliche Ziel des Technologietransfers gilt die Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in Produkte und Verfahren und damit das „Zur-Verfügung-stellen“ der Ergebnisse, Technologien und Verfahren für eine möglichst breite Anwendergruppe.

Zum Technologietransfer

Wissenstransfer findet am IOW in verschiedenen Formaten statt. Beispiele sind Veranstaltungen wie die Warnemünder Abende, Faktenblätter zu den Besonderheiten und Problemen der Ostsee, Ausstellungen wie die Forschungsvilla Ostsee oder Angebote zur Teilnahme an Citizen Science Projekten.

MeerLernen 

KMS - Kiel Marine Science, Christian-Albrechts-Universität

Der Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science bildet die organisatorische Einheit für alle natur-, geistes- und sozialwissenschaftlich arbeitenden Forscherinnen und Forscher, die sich mit den Meeren, Küsten und den Einfluss auf die Menschheit beschäftigen. Die Mitarbeitenden setzen sich für einen Wissenstransfer in die Gesellschaft ein, um wissensbasierte Handlungsoptionen für einen wirksamen Schutz und Nutzen der Meere zu unterstützen. Zu den Aktivitäten zählen der Transfer von Ergebnissen – beispielsweise aus der Klima- und Küstenforschung – an unterschiedliche Akteure aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft sowie transdisziplinäre Forschungsprojekte.
 

Im Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Sciences beziehen die Projekte des Center for Ocean and Society verschiedene Akteure in die Entwicklung von Forschungsfragen ein. Durch das transdisziplinäre Zusammenwirken von Forschung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen Lösungen zur für die Klima- und Ozeankrise erarbeitet werden. Themenschwerpunkte sind die Ökonomie der Meeres- und Küstenressourcen, Naturgefahren der Küsten und Meere und Ernährungssicherheit aus dem Meer.
 

Zum Center for Ocean and Society

Kiel Marine Science (KMS) arbeitet eng mit Einrichtungen der CAU wie dem Forschungs- und Technologiezentrum West (FTZ) zusammen. Das FTZ betreibt fachübergreifend integrativ ausgerichtete Küstenforschung vor allem für den Bereich der Flachmeer- und Ästuarforschung. Ein Schwerpunkt liegt in der Bearbeitung angewandter, problemorientierter Themenstellungen in der Nordseeküstenregion, einschließlich der Umsetzung von Ergebnissen in Strategien und Handlungsoptionen für das Küstenmanagement. Sie bilden die Grundlage für viele umweltpolitische, strukturpolitische und sozioökonomische Entscheidungen der Zukunft im regionalen, nationalen und internationalen Rahmen.

Zum Forschungs- und Technologiezentrum West

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entwickelte Ideen und Erfindungen tragen zum technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt bei. Das Team des Technologietransfers nimmt Anfragen aus der Wirtschaft entgegen und gleicht diese mit den vorhandenen Forschungskompetenzen ab. Für Entwicklungen der Wissenschaft mit Marktpotenzial werden zudem Kooperationspartner aus der Wirtschaft aktiv gesucht. Außerdem berät das Team bei Patentierungen oder Lizenzierungen.

Zum Technologietransfer

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Forschungsschwerpunkt verfolgen einen aktiven Wissenstransfer in die Gesellschaft. Zu den Aktivitäten zählen besonders der Transfer von Forschungsergebnissen an unterschiedliche Gruppen aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder des Forschungsschwerpunktes bei öffentlichen Veranstaltungen oder halten Vorträge und sind Teil einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit.

Zum Wissenstransfer 

MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Das MARUM gewinnt grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle des Ozeans und des Meeresbodens im gesamten Erdsystem und steht für grundlagenorientierte und ergebnisoffene Forschung in Verantwortung vor der Gesellschaft, zum Wohl der Meeresumwelt. Es informiert die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse zur Meeresumwelt, und stellt im Dialog mit der Gesellschaft Handlungswissen bereit. 

Das Team Transfer und Wissenschaftskommunikation am MARUM bildet die Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wissenschaft für Themen wie die Tiefsee und den Ozeanboden. Ziel ist es, Erkenntnisse für verschiedene Akteure zugänglich zu machen und einen Dialog anzustoßen – beispielsweise mit der Gesellschaft, der Politik, dem Bildungsbereich und der Wirtschaft. Zum Angebot gehören die Vermittlung von Expert:innen sowie der Zugang zu Foto- und Videomaterial.

Zur Website

Das MARUM bietet verschiedene Formate an, um den jeweiligen Informationsbedarf aus der Politik auch kurzfristig aufgreifen zu können. Zu MARUM-relevanten Themenfeldern werden Zukunftspfade aufgezeigt und politische Entscheidungsträger:innen unterstützt, evidenzbasierte und reflektierte Entscheidungen zu treffen.

Zur Politikberatung

Der Exzellenzcluster Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde verfolgt einen vielschichtigen Ansatz für den Austausch mit der Öffentlichkeit und diversen Interessengruppen. Dieser Ansatz umfasst alle drei Bereiche des Wissenstransfers: Information, Dialog und Beteiligung. Besonders wird darauf geachtet, dass die komplexen wissenschaftlichen Informationen als allgemeinverständliche und zielgruppenorientierte Kernbotschaften vermittelt werden.

Zum Wissenstransfer im Exzellenzcluster

Die Universität Bremen möchte gesellschaftliche Debatten, das kulturelle Leben und die wirtschaftliche Entwicklung prägen. Das gelingt nur gemeinsam mit ihren Partnern, woraus ein forschungsbasierter Transfer folgt. Die Universität unterstützt Wissenschaftler:innen und ihre Partner bei Kooperationsaktivitäten – zum Beispiel bei Fragen zu Existenzgründungen, Patenten, Fundraising oder Personaltransfer. Kooperationen des MARUM mit Unternehmen und Industriepartnern erfolgen dabei unter Wahrung seines Ziels zum Schutz der Meeresumwelt.

Zur Transfer-Seite

MPI-MM - Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie

Das MPI-MM liefert Grundlagenwissen über die Mikroorganismen im Meer und anderen Gewässern. Schwerpunkte der Forschung sind die kleinsten Bewohner der Ozeane und ihre Rolle in den globalen Stoffkreisläufen – insbesondere von Kohlenstoff und Stickstoff. Im Wissenstransfer in die Gesellschaft liegt ein Fokus auf Bildung und Schulen, ein anderer richtet sich auf Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit. 

Der Technologietransfer des MPI-MM wird innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft auch durch die Max-Planck-Innovation GmbH durchgeführt. Unter dem Motto „Connecting Science and Business“ versteht sich die Max-Planck-Innovation als Partner für Wissenschaftler:innen ebenso wie für Unternehmen. Die Max-Planck-Innovation bietet zukunftsorientierten Unternehmen einen zentralen Zugang zu den schutzrechtlich gesicherten Innovationen der über ganz Deutschland verteilten Forschungsinstitute der Max-Planck-Gesellschaft.

Zum Technologietransfer der Max-Planck-Gesellschaft

Das MPI-MM bietet verschiedene Formate im Wissenstransfer: etwa Veranstaltungen, Videos oder Comics. Einen Überblick gibt es auf der Website des Instituts.

Überblick Transfer-Angebote

MPI-M - Max-Planck-Institut für Meteorologie

Das Ziel der Forschung am MPI-M ist es, das sich ändernde Klima der Erde zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die Prozesse, die das Klima der Erde prägen und verändern. Die Arbeit des Instituts umfasst unter anderem die Entwicklung und Analyse hoch komplexer Erdsystemmodelle. Die Transferarbeit erfolgt auf mehreren Wegen: Das MPI-M arbeitet zum Beispiel mit Partnern wie der Universität Hamburg zusammen und beteiligt sich an öffentlichen Veranstaltungen, Symposien und Ausstellungen.

Der Technologietransfer des MPI-MM wird innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft auch durch die Max-Planck-Innovation GmbH durchgeführt. Unter dem Motto „Connecting Science and Business“ versteht sich die Max-Planck-Innovation als Partner für Wissenschaftler:innen ebenso wie für Unternehmen. Die Max-Planck-Innovation bietet zukunftsorientierten Unternehmen einen zentralen Zugang zu den schutzrechtlich gesicherten Innovationen der über ganz Deutschland verteilten Forschungsinstitute der Max-Planck-Gesellschaft.

Zum Technologietransfer der Max-Planck-Gesellschaft

Das Team Kommunikation des MPI-M ist für die interne und externe Kommunikation verantwortlich und erster Kontakt für die Öffentlichkeit, Presse und Medien. Das Team beantwortet Medienanfragen, bereitet wissenschaftliche Themen für die Öffentlichkeit auf und vermittelt Expert:innen. 

Neues aus dem Institut

MTS - Department Maritime Systeme, Universität Rostock

Das Department Maritime Systeme verbindet Wissenschaftler:innen aus Disziplinen wie den Meeres-, Umwelt-, Sozial-, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften mit Küsten- und ozeanischen Schwerpunkten. Es ermöglicht innovative, interdisziplinäre Forschung, sowohl innerhalb des Kreises seiner Mitglieder als auch zusammen mit externen Partnern im marinen und maritimen Sektor. Schwerpunkte im Transfer liegen beispielsweise auf Technologietransfer sowie dem Austausch mit der Wirtschaft. 

Der Technologie- und Wissenstransfer an der Universität Rostock wird durch die Universität Rostock Service GmbH verantwortet. Die Stelle versteht sich als Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und unterstützt bei der Anbahnung und Koordination von Verbundprojekten und Kooperationen sowie beim Transfer von Know-how und Technologien für die Wirtschaft. Außerdem begleitet die Serviceeinrichtung Mitarbeiter:innen in allen Phasen von Patentierungs- und Verwertungsprozessen.

Zum Technologie - und Wissenstransfer

Kooperationen zwischen der Universität Rostock und Unternehmen sind ein wesentliches Instrument des Wissensaustausches und der effizienten Umwandlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in wirtschaftliche Produkte. Die Universität Rostock bietet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft verschiedene Serviceleistungen an, die das Transfergeschehen in seinen vielseitigen Ausprägungen professionell unterstützen und begleiten.

Zur Website Wissenschaft und Wirtschaft

SAM - Senckenberg am Meer, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Das SAM erforscht die Auswirkungen und Risiken heutiger Umweltveränderungen auf marine Ökosysteme, ihre Habitate und auf Veränderungen der Artenvielfalt mit einem breiten Methodenspektrum. Damit die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur die Wissenschaft weiterbringen, sondern auch die Gesellschaft, beraten Forscher:innen der Senckenberg Gesellschaft beispielsweise Behörden und Kommunen sowie viele andere nationale und internationale Einrichtungen. 

Das Transferbüro bietet auf der einen Seite Wissenschaftler:innen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Unterstützung im Wissens- und Technologietransfer sowie in der Verwertung von Forschungsergebnissen. Auf der anderen Seite bietet es im marinen Bereich einen umfassenden Überblick zum Thema “Der Schatz am Tiefseegrund: Manganknollen im Zentrum von Wissenschaft und Wirtschaft”.  

Zum Transferbüro

TiHo - Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Die Forscher:innen der Tierärztlichen Hochschule arbeiten an der Gesundheit von Tier und Mensch in ihrer Umwelt. Ziel ist der Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen, wie der Bekämpfung von zoonotischen Krankheiten, dem Klimawandel und der Biodiversitätskrise. Durch den Transfer werden Wissen und Innovationen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik vermittelt. Dies geschieht unter anderem durch die Beratung von Entscheider:innen und Veranstaltungsformate.

Gemeinsam mit der Hochschule Hannover soll mittelfristig ein Gründerzentrum aufgebaut werden. Gefördert wird dieses Projekt "ZEBRA” durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen. Mit dem Projekt stärken die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und die Hochschule Hannover (HsH) ihre Zusammenarbeit im Bereich Gründung, Transfer und Innovation.

Zum Projekt ZEBRA

Universität Greifswald

Die Universität Greifswald macht ihr Wissen in den Bereichen Umwelt und Klima außerhalb universitärerer Kontexte zugänglich, nutzbar und nachhaltig wirksam. Sie fördert den Transfer von Erkenntnissen aus der Forschung in verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche. Dies geschieht unter anderem in Form von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit externen Partnern, Politikberatung sowie über öffentliche Vortrags- und kulturelle Veranstaltungsreihen.

Das Zentrum für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald ist Ansprechpartner für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Transfer geschieht unter anderem in Form von Ausgründungen, Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit externen Partnern sowie dem Schutz geistigen Eigentums durch Patentierung.

Zum Transferbereich

ZMT - Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Tropische marine Küstengebiete beherbergen einige der artenreichsten Lebensräume der Erde und sind die Lebensgrundlage für zahlreiche Menschen. Klimawandel, Umweltverschmutzung und die Übernutzung natürlicher Ressourcen haben auf diese fragilen Ökosysteme gravierende Auswirkungen. Das ZMT setzt seine Arbeitsschwerpunkte auf tropische Küstensysteme und trägt so zu Schutz und nachhaltiger Nutzung dieser Lebensräume bei. Dieses Wissen wird der Öffentlichkeit über verschiedene Transferaktivitäten zur Verfügung gestellt.

Das Büro für Wissensaustausch zielt darauf ab, die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Industrie und Gesellschaft aus den Tropen und Deutschland zu erleichtern. Dabei werden Daten, Informationen, Technologie und Wissen zu tropischen Küstenökosystemen ausgetauscht und Akteur:innen während und nach den Forschungsprojekten eingebunden. Dadurch wird ein transdisziplinärer Dialog angeregt, Stakeholder beteiligt sowie Wissenschaft und Anwendung verbunden.

Zur Website

Tropische Meere und Küsten sind ein wichtiger Antrieb der globalen Wirtschaft. Sektoren wie Aquakultur, Fischerei oder marine Biotechnologie sind von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung. Der Beratungsservice des ZMT bietet unter anderem Strategieentwicklung, Online-Analysen sowie Training in Infrastruktureinheiten an. Das Büro für Wissensaustausch unterstützt die Zusammenarbeit mit der Industrie, bei Ausgründungen sowie zu Themen wie Erfindungen und geistiges Eigentum.

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3. Forschungsmuseen

Einige Museen sind neben ihren Ausstellungs -und Kuratorenaufgaben auch in der Forschung aktiv. Der Unterschied zwischen einem solchen Forschungsmuseum und einem „normalen“ Museum liegt vor allem darin, was hinter den Kulissen passiert. 

Ein Forschungsmuseum ist zugleich eine wissenschaftliche Einrichtung: Dort arbeiten Forschende dauerhaft an eigenen Projekten, untersuchen die Sammlungen und gewinnen neues Wissen, das anschließend direkt in Ausstellungen, Publikationen und Bildungsangebote einfließt. Ausstellungen sind also nicht nur Endprodukt, sondern können auch Teil eines laufenden Forschungsprozesses sein. 

Mit ihren publikumswirksamen Ausstellungen und didaktischen Möglichkeiten sind die Museen selber herausragende Transfereinrichtungen. Das gilt auch für folgenden Museen, die im Bereich der Meeresforschung angesiedelt sind. 

DMM - Deutsches Meeresmuseum, Stralsund

Im Jahr 1951 zog eine kleine Sammlung als städtisches Naturkundemuseum in das ehemalige Katharinenkloster in Stralsund. Das Haus entwickelte sich zu einem international anerkannten Museum für Meereskunde und Fischerei der DDR. Nach der politischen Wende wurde das Museum 1994 in eine Stiftung bürgerlichen Rechts überführt und 1998 umbenannt in Deutsches Meeresmuseum. Damals wie heute ist das Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Ausstellung und Aquarien als lebende Ergänzung der wesentliche Erfolgsfaktor des Museums. 

Unter dem Stichwort “Kindermeer” bietet das DMM zahlreiches Bildungsmaterial für Kinder und macht das Meer spielerisch erlebbar. 

Sprung ins Kindermeer

Neben den Ausstellungen und Aquarien im Museum gibt es auch online ein Informationsangebot rund um das Meer. 

Zum Angebot

DSM - Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum ist eines von acht Leibniz-Forschungsmuseen. Die Mitarbeitenden forschen, bewahren, stellen aus und vermitteln deutsche Schifffahrtsgeschichte. Das DSM beteiligt sich am Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen, der eine Stärkung des Transfers vorsieht. Dadurch wird der Fokus noch stärker als bisher auf das DSM als einen Ort innovativer Ausstellungen, bürgerbeteiligter Wissenschaft (Citizen Science) und des Wissenstransfers gelegt.

Eintauchen in die spannende Welt der Forschung. Im DSM geht es um die vielfältigen Beziehungen des Menschen zum Meer – mit Schiffen und Programmen. Individuell angepasste Formate sprechen Familien, Erwachsenen- oder Kindergruppen an. 

Zum Bildungsbereich

DSM Digital hat zahlreiche digitale Angebote im Portfolio, die unter folgendem Motto stehen: Die Welt vom Meer aus begreifen. Es gibt Online-Ausstellungen, virtuelle Rundgänge, Podcasts, Hörspiele und Videos zu maritimen Themen, oder Einblicke in eigens entwickelte digitale Apps.

Zu DSM Digital

4. Ressortforschungseinrichtungen

Politik ist auf wissenschaftliche Beratung angewiesen. Wer verantwortungsvoll entscheiden will, braucht gesicherte Erkenntnisse – etwa über neue Technologien, ihre Wirkung oder über Umwelt-, Energie- und Klimafragen. Deshalb ist der Bund über eigene Einrichtungen in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit aktiv. In dieser so genannten Ressortforschung stehen aktuelle gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Fragen im Fokus, um politische Entscheidungen zu unterstützen und zu begleiten. Ressort bedeutet, dass sie nicht in den Zuständigkeitsbereich des Forschungsministeriums fallen, sondern bei den thematisch zugehörigen Bundesministerien, beispielsweise Verkehr, Ernährung oder Umwelt, angesiedelt sind. 

Die Ressortforschungsinrichtungen forschen nicht nur, sondern übernehmen auch klar definierte Aufgaben, etwa bei der Zulassung, Prüfung oder der Festlegung von Regeln. So schlagen sie eine Brücke zwischen Politik und Wissenschaft. Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehört also zu ihren Kernaufgaben und spiegelt sich in allen Aktivitäten. 

Mehr Informationen dazu bieten die jeweiligen Webseiten der Ressortforschungsinrichtungen, zu deren Themenspektrum die Küsten, Meere und Ozeane gehören.

BAW - Bundesanstalt für Wasserbau

Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Bereich Verkehr. Im Zentrum stehen eine vorausschauende Forschung sowie die Bearbeitung aktueller Fragestellungen. Beispielsweise werden die Folgen des Klimawandels untersucht, die Entwicklung emissionsarmer Schiffsantriebe unterstützt oder naturnahe Ufersicherungsmaßnahmen entwickelt. Ziel ist es, den Auftraggebern fundierte Entscheidungshilfen zu Infrastruktur, Umwelt und Mobilität zu geben, um zukunftssichere Lösungen zu bieten und das Verkehrssystem Schiff/Wasserstraße bestmöglich auf die sich verändernden Anforderungen vorzubereiten.

Zur Homepage des BAW

BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Die BGR ist eine wissenschaftlich-technische Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Als zentrale geowissenschaftliche Forschungs- und Beratungseinrichtung der Bundesregierung und nationaler geologischer Dienst von Deutschland hat die BGR gesetzliche und aus Gesetzen abgeleitete Aufgaben sowie zahlreiche internationale Funktionen.

Zur Homepage des BGR

BSH - Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) fördert den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere, insbesondere von Nordsee und Ostsee. Als Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr arbeitet es auch im Auftrag für weitere Ministerien wie Umwelt, Wirtschaft und Forschung. Mit anwendungsorientierter Forschung fördert das BSH eine sicherere, effizientere und nachhaltigere Schifffahrt sowie die naturverträgliche Energiewende auf See. Es überwacht den Zustand der Meere und stellt umfangreiche, frei zugängliche Daten bereit. Forschung, Regulierung und Praxis greifen dabei eng ineinander. 

Zur Homepage des BSH

NLWKN - Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Der NLWKN ist der niedersächsische Landesbetrieb für sichere Deiche, sauberes Wasser und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mit seinem Fachwissen in Fragen des Küsten-, Wasser-, Naturschutzes und den täglich erhobenen Daten aus tausenden von Messungen und Untersuchungen liefert der NLWKN wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Weichenstellungen der Zukunft.

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Thünen - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Das Thünen-Institut ist eine Bundesforschungseinrichtung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung.  Als politikberatende Einrichtung erarbeitet das Thünen-Institut Konzepte für eine ökologisch verträgliche und wettbewerbsfähige Fischerei und Aquakultur. Die Fachinstitute für Seefischerei, Fischereiökologie und Ostseefischerei am Thünen-Institut erheben langjährige Datenreihen zur Entwicklung von Fischbeständen, überwachen wichtige marine Umweltparameter und entwickeln innovative Fischerei- und Surveytechnik sowie integrierte Meeresnutzungskonzepte. Außerdem bietet das Institut Entscheider:innen wissenschaftlich begründete Entscheidungshilfen an, vertritt deutsche Interessen in internationalen Kommissionen und Gremien und unterstützt dabei, Ergebnisse seiner Arbeiten in Richtlinien, Verordnungen und Gesetze einfließen zu lassen.

Zum Themenfeld “Meere” bei Thünen

UBA - Umweltbundesamt

Das UBA ist Deutschlands zentrale Umweltbehörde und kümmert sich darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen geschützt leben können. Um diese Aufgabe zu erfüllen erhebt das UBA Daten über den Zustand der Umwelt, erforscht Zusammenhänge, erstellt Prognosen für die Zukunft und berät mit diesem Wissen die Bundesregierung, etwa das Bundesumweltministerium. Zu dem Auftrag des UBA gehört es aber auch die Öffentlichkeit in Umweltfragen zu informieren und für Fragen der Öffentlichkeit da zu sein. Darüber setzt das UBA Umweltgesetze in der Praxis um.

Zum Bereich “Meere” beim UBA

Die DAM wird gefördert von der Bundes­regierung und den fünf nord­deutschen Bundes­ländern