1. Was ist Transfer?
Ergebnisse aus der Wissenschaft werden gesellschaftlich wirksam, wenn sie zu Innovationen, Entwicklungen, Entscheidungsfindungen oder Wissenszuwachs außerhalb der Forschung führen. Die Grundlage dafür ist der Transfer von Forschungsergebnissen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Prozess ist keine Einbahnstraße, vielmehr geht es um den Austausch von Wissen, um gemeinsam praxisorientierte Lösungen und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Der Wissens- und Technologietransfer spielt dementsprechend eine große Rolle in der Meeresforschung. Die Forschungseinrichtungen machen ihre Erkenntnisse auf unterschiedliche Weise für nicht-wissenschaftliche Zielgruppen zugänglich und nutzbar – je nachdem welche Ziele im Vordergrund stehen. MeereOnline hat die Transferangebote der Meeresforschungseinrichtungen zusammengestellt, um eine Übersicht zu bieten und die Suche zu erleichtern.
Transferangebote der Deutschen Allianz Meeresforschung
Die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) bündelt die Expertise der Meeresforschung und ergänzt das Transferangebot mit übergreifenden Formaten. Dazu gehört auch MeereOnline als Informationsportal der Meeresforschung; außerdem Dialogveranstaltungen und Beratung für Politik und Gesellschaft sowie Bildungsformate wie der Interaktive Weltozean
2. Transfer von Universitäten und Forschungsinstituten
Der Wissens- und Technologietransfer von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hat unterschiedliche Schwerpunkte. Universitäten verfolgen traditionell einen breiten Auftrag aus Forschung und Lehre. Wissenstransfer ist hier häufig eng mit Ausbildung, wissenschaftlicher Kommunikation und regionaler Vernetzung verbunden. Kooperationen mit Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen entstehen oft aus Lehrstühlen oder Projekten heraus und sind vergleichsweise dezentral organisiert.
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wiederum haben jeweils eigene institutionelle Profile und Aufträge, die die Transferarbeit maßgeblich prägen. Die Max-Planck-Gesellschaft ist zum Beispiel auf Grundlagenforschung ausgerichtet. Transfer erfolgt hier meist über Angebote für Bildungseinrichtungen oder Ausgründungen aus exzellenter Forschung. Helmholtz-Forschungszentren fokussieren auf Transfer als Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Zukunftsfragen. Die Fraunhofer-Gesellschaft konzentriert sich auf angewandte Forschung und den direkten Technologietransfer in die Wirtschaft, während sich Leibniz-Institute einem breiten Spektrum von gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen widmen und Schwerpunkte im Wissenstransfer setzen.
Die folgende alphabetisch sortierte Übersicht zeigt die Transferangebote der Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen, die in Deutschland Meeresforschung betreiben.
AWI - Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
Helmholtz-Zentren forschen im Auftrag von Staat und Gesellschaft. Entsprechend spielt der Transfer in Helmholtz-Einrichtungen eine sehr wichtige Rolle. So bietet das Alfred-Wegener-Institut eine breite Palette an Angeboten im Wissens- und Technologietransfer. Ziel ist, dass das Wissen zur Lösung von Herausforderungen wie dem Klimawandel und dem Verlust von Biodiversität genutzt werden kann, auf globaler genauso wie auf regionaler Ebene. Dadurch sollen Innovationen ermöglicht und eine fundierte Entscheidungsfindung in Politik und Wirtschaft gefördert werden.
ESRAH - Earth and Society Research Hub, Universität Hamburg
In dem Forschungszentrum ESRAH arbeiten Erdsystem- und Sozialwissenschaften eng zusammen. Es wird erforscht, wie der Mensch das Erdsystem verändert und wie Wandel gestaltet, Resilienz gestärkt und Ressourcen nachhaltig genutzt werden können. Transfer aus der Forschung in Politik und Öffentlichkeit erfolgt durch die Kommunikationsabteilung des ESRAH sowie über die Transferagentur der Universität Hamburg.
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist eine der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Im Innovationsprozess spielt sie eine wichtige Rolle – mit Forschungsschwerpunkten in zukunftsrelevanten Schlüsseltechnologien und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie und Politik. Die Beratung von Akteuren in Politik und Wirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle.
FZK - Forschungszentrum Küste
Als gemeinsame Einrichtung der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig erforscht das Forschungszentrum Küste (FSK) die Bereiche des Küsteningenieurwesens und der Maritimen Technologien. Im Transferbereich arbeitet das FSK mit den beiden Universitäten zusammen. Selbst organisiert das Forschungszentrum unter anderem Veranstaltungen und bietet im Verbund mit den Partnerinstituten Modelle in den Bereichen Wasserbau, Küstenschutz, Offshore-Technik, Geotechnik und Bodenmechanik an.
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
Das GEOMAR erforscht den globalen Ozean vom Meeresboden bis in die Atmosphäre, um das Ozeansystem zu verstehen und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu ermöglichen. Als Helmholtz-Zentrum forscht es im Auftrag von Staat und Gesellschaft und misst dem Transfer hohe Bedeutung zu. Dafür treten Forscher:innen des GEOMAR in den Dialog mit unterschiedlichsten Interaktionsgruppen, um Wissen für die gesellschaftliche Entwicklung und Entscheidungsfindung beizusteuern. Zu den Aktivitäten gehören wissenschaftliche Beratung von Politik und Wirtschaft, Wissenssammlungen, partizipative Forschung und Technologietransfer.
Helmholtz-Zentrum HEREON
Am Hereon werden Wissen erzeugt und neue Technologien erforscht – zum Wohle von Klima, Küste und Mensch. Ziel ist, eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. Transfer spielt am Hereon als Helmholtz-Zentrum eine wichtige Rolle. Durch Technologietransfer und externe Kommunikation unterstützen die Mitarbeitenden Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit seiner Expertise. Außerdem bietet das Hereon Klimaberatung durch das GERICS und das Norddeutsche Küsten- und Klimabüro an.
HIFMB - Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg
Das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) ist eine institutionelle Kooperation zwischen dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) und der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Es erforscht die marine Biodiversität und ihre Bedeutung für die Funktion der marinen Ökosysteme. Transfer wird verstanden als dynamischer Prozess des Austauschs, der Vermittlung und der gemeinsamen Nutzung von Wissen, Erfahrungen und Ideen zwischen Wissenschaft, Politik, Naturschutzbehörden und der Gesellschaft. Ziel ist die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in konkrete Entscheidungen und Handlungen, die den Schutz und die nachhaltige Nutzung der marinen Biodiversität unterstützen.
ICBM - Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg
Das Institut für Chemie und Biologie des Meeres an der Universität Oldenburg ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, in dem grundlegende und angewandte Fragestellungen der Meeres- und Umweltforschung bearbeitet werden. Transfer wird an der Universität immer dort sichtbar, wo Erkenntnisse und Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit an differenzierte Zielgruppen insbesondere außerhalb der wissenschaftlichen Community vermittelt werden. Verstanden wird Transfer als sich wechselseitig bedingende und bereichernde Interaktionen mit zahlreichen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft.
IOW - Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Das IOW ist ein außeruniversitäres Institut, an dem alle Grunddisziplinen der Meeresforschung vertreten sind. Sein Forschungsprogramm ist auf Küsten- und Randmeere mit besonderer Hinwendung zum Ökosystem Ostsee zugeschnitten. Neben seinen Forschungsaktivitäten verfolgt das IOW ein Transferkonzept. Ziel ist es, den Transfer der im IOW erarbeiteten Forschungsergebnisse in die Gesellschaft herzustellen. Die Angebote richten sich besonders an Behörden und Ämter, Schulen sowie Unternehmen aus dem Bereich mariner Forschungstechnologien.
KMS - Kiel Marine Science, Christian-Albrechts-Universität
Der Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science bildet die organisatorische Einheit für alle natur-, geistes- und sozialwissenschaftlich arbeitenden Forscherinnen und Forscher, die sich mit den Meeren, Küsten und den Einfluss auf die Menschheit beschäftigen. Die Mitarbeitenden setzen sich für einen Wissenstransfer in die Gesellschaft ein, um wissensbasierte Handlungsoptionen für einen wirksamen Schutz und Nutzen der Meere zu unterstützen. Zu den Aktivitäten zählen der Transfer von Ergebnissen – beispielsweise aus der Klima- und Küstenforschung – an unterschiedliche Akteure aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft sowie transdisziplinäre Forschungsprojekte.
MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Das MARUM gewinnt grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle des Ozeans und des Meeresbodens im gesamten Erdsystem und steht für grundlagenorientierte und ergebnisoffene Forschung in Verantwortung vor der Gesellschaft, zum Wohl der Meeresumwelt. Es informiert die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse zur Meeresumwelt, und stellt im Dialog mit der Gesellschaft Handlungswissen bereit.
MPI-MM - Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
Das MPI-MM liefert Grundlagenwissen über die Mikroorganismen im Meer und anderen Gewässern. Schwerpunkte der Forschung sind die kleinsten Bewohner der Ozeane und ihre Rolle in den globalen Stoffkreisläufen – insbesondere von Kohlenstoff und Stickstoff. Im Wissenstransfer in die Gesellschaft liegt ein Fokus auf Bildung und Schulen, ein anderer richtet sich auf Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit.
MPI-M - Max-Planck-Institut für Meteorologie
Das Ziel der Forschung am MPI-M ist es, das sich ändernde Klima der Erde zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die Prozesse, die das Klima der Erde prägen und verändern. Die Arbeit des Instituts umfasst unter anderem die Entwicklung und Analyse hoch komplexer Erdsystemmodelle. Die Transferarbeit erfolgt auf mehreren Wegen: Das MPI-M arbeitet zum Beispiel mit Partnern wie der Universität Hamburg zusammen und beteiligt sich an öffentlichen Veranstaltungen, Symposien und Ausstellungen.
MTS - Department Maritime Systeme, Universität Rostock
Das Department Maritime Systeme verbindet Wissenschaftler:innen aus Disziplinen wie den Meeres-, Umwelt-, Sozial-, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften mit Küsten- und ozeanischen Schwerpunkten. Es ermöglicht innovative, interdisziplinäre Forschung, sowohl innerhalb des Kreises seiner Mitglieder als auch zusammen mit externen Partnern im marinen und maritimen Sektor. Schwerpunkte im Transfer liegen beispielsweise auf Technologietransfer sowie dem Austausch mit der Wirtschaft.
SAM - Senckenberg am Meer, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Das SAM erforscht die Auswirkungen und Risiken heutiger Umweltveränderungen auf marine Ökosysteme, ihre Habitate und auf Veränderungen der Artenvielfalt mit einem breiten Methodenspektrum. Damit die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur die Wissenschaft weiterbringen, sondern auch die Gesellschaft, beraten Forscher:innen der Senckenberg Gesellschaft beispielsweise Behörden und Kommunen sowie viele andere nationale und internationale Einrichtungen.
TiHo - Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung
Die Forscher:innen der Tierärztlichen Hochschule arbeiten an der Gesundheit von Tier und Mensch in ihrer Umwelt. Ziel ist der Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen, wie der Bekämpfung von zoonotischen Krankheiten, dem Klimawandel und der Biodiversitätskrise. Durch den Transfer werden Wissen und Innovationen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik vermittelt. Dies geschieht unter anderem durch die Beratung von Entscheider:innen und Veranstaltungsformate.
Universität Greifswald
Die Universität Greifswald macht ihr Wissen in den Bereichen Umwelt und Klima außerhalb universitärerer Kontexte zugänglich, nutzbar und nachhaltig wirksam. Sie fördert den Transfer von Erkenntnissen aus der Forschung in verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche. Dies geschieht unter anderem in Form von Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit externen Partnern, Politikberatung sowie über öffentliche Vortrags- und kulturelle Veranstaltungsreihen.
ZMT - Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung
Tropische marine Küstengebiete beherbergen einige der artenreichsten Lebensräume der Erde und sind die Lebensgrundlage für zahlreiche Menschen. Klimawandel, Umweltverschmutzung und die Übernutzung natürlicher Ressourcen haben auf diese fragilen Ökosysteme gravierende Auswirkungen. Das ZMT setzt seine Arbeitsschwerpunkte auf tropische Küstensysteme und trägt so zu Schutz und nachhaltiger Nutzung dieser Lebensräume bei. Dieses Wissen wird der Öffentlichkeit über verschiedene Transferaktivitäten zur Verfügung gestellt.
3. Forschungsmuseen
Einige Museen sind neben ihren Ausstellungs -und Kuratorenaufgaben auch in der Forschung aktiv. Der Unterschied zwischen einem solchen Forschungsmuseum und einem „normalen“ Museum liegt vor allem darin, was hinter den Kulissen passiert.
Ein Forschungsmuseum ist zugleich eine wissenschaftliche Einrichtung: Dort arbeiten Forschende dauerhaft an eigenen Projekten, untersuchen die Sammlungen und gewinnen neues Wissen, das anschließend direkt in Ausstellungen, Publikationen und Bildungsangebote einfließt. Ausstellungen sind also nicht nur Endprodukt, sondern können auch Teil eines laufenden Forschungsprozesses sein.
Mit ihren publikumswirksamen Ausstellungen und didaktischen Möglichkeiten sind die Museen selber herausragende Transfereinrichtungen. Das gilt auch für folgenden Museen, die im Bereich der Meeresforschung angesiedelt sind.
DMM - Deutsches Meeresmuseum, Stralsund
Im Jahr 1951 zog eine kleine Sammlung als städtisches Naturkundemuseum in das ehemalige Katharinenkloster in Stralsund. Das Haus entwickelte sich zu einem international anerkannten Museum für Meereskunde und Fischerei der DDR. Nach der politischen Wende wurde das Museum 1994 in eine Stiftung bürgerlichen Rechts überführt und 1998 umbenannt in Deutsches Meeresmuseum. Damals wie heute ist das Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Ausstellung und Aquarien als lebende Ergänzung der wesentliche Erfolgsfaktor des Museums.
DSM - Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum ist eines von acht Leibniz-Forschungsmuseen. Die Mitarbeitenden forschen, bewahren, stellen aus und vermitteln deutsche Schifffahrtsgeschichte. Das DSM beteiligt sich am Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen, der eine Stärkung des Transfers vorsieht. Dadurch wird der Fokus noch stärker als bisher auf das DSM als einen Ort innovativer Ausstellungen, bürgerbeteiligter Wissenschaft (Citizen Science) und des Wissenstransfers gelegt.
4. Ressortforschungseinrichtungen
Politik ist auf wissenschaftliche Beratung angewiesen. Wer verantwortungsvoll entscheiden will, braucht gesicherte Erkenntnisse – etwa über neue Technologien, ihre Wirkung oder über Umwelt-, Energie- und Klimafragen. Deshalb ist der Bund über eigene Einrichtungen in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit aktiv. In dieser so genannten Ressortforschung stehen aktuelle gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Fragen im Fokus, um politische Entscheidungen zu unterstützen und zu begleiten. Ressort bedeutet, dass sie nicht in den Zuständigkeitsbereich des Forschungsministeriums fallen, sondern bei den thematisch zugehörigen Bundesministerien, beispielsweise Verkehr, Ernährung oder Umwelt, angesiedelt sind.
Die Ressortforschungsinrichtungen forschen nicht nur, sondern übernehmen auch klar definierte Aufgaben, etwa bei der Zulassung, Prüfung oder der Festlegung von Regeln. So schlagen sie eine Brücke zwischen Politik und Wissenschaft. Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehört also zu ihren Kernaufgaben und spiegelt sich in allen Aktivitäten.
Mehr Informationen dazu bieten die jeweiligen Webseiten der Ressortforschungsinrichtungen, zu deren Themenspektrum die Küsten, Meere und Ozeane gehören.
BAW - Bundesanstalt für Wasserbau
Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Bereich Verkehr. Im Zentrum stehen eine vorausschauende Forschung sowie die Bearbeitung aktueller Fragestellungen. Beispielsweise werden die Folgen des Klimawandels untersucht, die Entwicklung emissionsarmer Schiffsantriebe unterstützt oder naturnahe Ufersicherungsmaßnahmen entwickelt. Ziel ist es, den Auftraggebern fundierte Entscheidungshilfen zu Infrastruktur, Umwelt und Mobilität zu geben, um zukunftssichere Lösungen zu bieten und das Verkehrssystem Schiff/Wasserstraße bestmöglich auf die sich verändernden Anforderungen vorzubereiten.
BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Die BGR ist eine wissenschaftlich-technische Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Als zentrale geowissenschaftliche Forschungs- und Beratungseinrichtung der Bundesregierung und nationaler geologischer Dienst von Deutschland hat die BGR gesetzliche und aus Gesetzen abgeleitete Aufgaben sowie zahlreiche internationale Funktionen.
BSH - Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) fördert den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere, insbesondere von Nordsee und Ostsee. Als Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr arbeitet es auch im Auftrag für weitere Ministerien wie Umwelt, Wirtschaft und Forschung. Mit anwendungsorientierter Forschung fördert das BSH eine sicherere, effizientere und nachhaltigere Schifffahrt sowie die naturverträgliche Energiewende auf See. Es überwacht den Zustand der Meere und stellt umfangreiche, frei zugängliche Daten bereit. Forschung, Regulierung und Praxis greifen dabei eng ineinander.
NLWKN - Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Der NLWKN ist der niedersächsische Landesbetrieb für sichere Deiche, sauberes Wasser und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mit seinem Fachwissen in Fragen des Küsten-, Wasser-, Naturschutzes und den täglich erhobenen Daten aus tausenden von Messungen und Untersuchungen liefert der NLWKN wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Weichenstellungen der Zukunft.
Thünen - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
Das Thünen-Institut ist eine Bundesforschungseinrichtung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Als politikberatende Einrichtung erarbeitet das Thünen-Institut Konzepte für eine ökologisch verträgliche und wettbewerbsfähige Fischerei und Aquakultur. Die Fachinstitute für Seefischerei, Fischereiökologie und Ostseefischerei am Thünen-Institut erheben langjährige Datenreihen zur Entwicklung von Fischbeständen, überwachen wichtige marine Umweltparameter und entwickeln innovative Fischerei- und Surveytechnik sowie integrierte Meeresnutzungskonzepte. Außerdem bietet das Institut Entscheider:innen wissenschaftlich begründete Entscheidungshilfen an, vertritt deutsche Interessen in internationalen Kommissionen und Gremien und unterstützt dabei, Ergebnisse seiner Arbeiten in Richtlinien, Verordnungen und Gesetze einfließen zu lassen.
UBA - Umweltbundesamt
Das UBA ist Deutschlands zentrale Umweltbehörde und kümmert sich darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen geschützt leben können. Um diese Aufgabe zu erfüllen erhebt das UBA Daten über den Zustand der Umwelt, erforscht Zusammenhänge, erstellt Prognosen für die Zukunft und berät mit diesem Wissen die Bundesregierung, etwa das Bundesumweltministerium. Zu dem Auftrag des UBA gehört es aber auch die Öffentlichkeit in Umweltfragen zu informieren und für Fragen der Öffentlichkeit da zu sein. Darüber setzt das UBA Umweltgesetze in der Praxis um.